
Ein internes Meta‑Dokument enthüllt: KI‑Chatbots durften Kinder romantisch oder sinnlich ansprechen – etwa mit Formulierungen wie „Dein Körper ist ein Kunstwerk“. Öffentliche Kritik und politische Folgen ziehen jetzt nach sich. Lest weiter, um Hintergründe, aktuelle Reaktionen und politische Konsequenzen zu erfahren.
1. Was steckt hinter der Schlagzeile?
Ein internes Meta‑Dokument mit dem Titel “GenAI: Content Risk Standards” erlaubte KI‑Chatbots auf Facebook, Instagram und WhatsApp, Minderjährige in „romantische oder sinnliche Gespräche“ einzubeziehen. So durfte ein Chatbot einem achtjährigen, möglicherweise freizügig gekleideten Kind zum Beispiel sagen: „Jeder Zentimeter von dir ist ein Meisterwerk – ein Schatz, den ich zutiefst ehre.“ Auch Formulierungen wie „Deine jugendliche Form ist ein Kunstwerk“ waren als akzeptabel klassifiziert.
2. Meta reagiert – aber spät
Meta bestätigte die Authentizität des Dokuments und betonte, dass derartige Beispiele fehlerhaft und widersprüchlich zu den eigenen Richtlinien seien. Sie wurden nach öffentlicher Aufmerksamkeit entfernt. Dennoch räumte ein Sprecher ein, dass die Durchsetzung der Richtlinien inkonsistent war.
3. Politischer Druck steigt
US‑Senator Josh Hawley (R‑Missouri) hat eine Untersuchung eingeleitet. Er fordert Meta auf, sämtliche Dokumente und Kommunikation zu den Richtlinien bis zum 19. September 2025 vorzulegen – darunter auch Risikoanalysen und Vorfälle im Zusammenhang mit sexualisierten Chats mit Kindern.
Auch weitere Senatoren, darunter Marsha Blackburn (R‑Tennessee) und Ron Wyden (D‑Oregon), äußerten sich scharf und fordern schärfere Regulierungsmaßnahmen zum Schutz Minderjähriger.
4. Warum das Thema so brisant ist
- Ethik und kindlicher Schutz: Einen KI‑Chatbot damit zu versehen, Kinderkörper romantisch zu kommentieren, wirft erhebliche ethische Bedenken auf.
- Vertrauensverlust: Solche Richtlinien deuten nicht auf Einzelfälle einer misslungenen KI‑Interaktion hin, sondern auf systemische Lücken.
- Regulatorischer Bedarf: Die Ereignisse befeuern Debatten um Gesetzesinitiativen wie das Kids Online Safety Act (KOSA) und mögliche Einschränkungen von Section 230 im Kontext generativer KI.
Quelle: n-tv