NKD-Firmenzentrale in Bindlach / © NKD Group
NKD-Firmenzentrale in Bindlach / © NKD Group

Der Textildiscounter NKD steht vor einem möglichen Verkauf, der die Zukunft seiner rund 1.300 Filialen in Deutschland beeinflussen könnte. Der britische Finanzinvestor TDR Capital, Eigentümer von NKD seit 2019, plant offenbar den Verkauf der Kette, die insgesamt etwa 2.200 Filialen in Europa betreibt.

Als potenzieller Käufer wird der polnische Handelsriese Pepco gehandelt, der seine Expansion in Deutschland vorantreibt. Pepco eröffnete im September 2023 seine 50. Filiale in Deutschland und betreibt europaweit über 3.000 Standorte.

Im Jahr 2022 erzielte NKD einen Umsatz von 820 Millionen Euro, musste jedoch Verluste hinnehmen. Obwohl das Unternehmen inzwischen profitabel ist, bleiben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück, was TDR Capital zu Verkaufsüberlegungen veranlasst.

Eine Übernahme durch Pepco könnte erhebliche Veränderungen mit sich bringen. Branchenexperten vermuten, dass Pepco vor allem an den Standorten von NKD interessiert ist, weniger an der Marke selbst. Für Kunden könnte dies bedeuten, dass die vertraute NKD-Marke verschwindet und durch Pepco ersetzt wird, was ein neues Sortiment und möglicherweise geänderte Preisstrukturen mit sich bringen könnte.

Die Nachricht über den möglichen Verkauf hat in der Branche für Aufsehen gesorgt. Für die rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von NKD in Europa bedeutet dies eine Phase der Unsicherheit. Kunden müssen sich möglicherweise auf ein verändertes Einkaufserlebnis einstellen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Verhandlungen entwickeln und welche Auswirkungen ein möglicher Verkauf auf den deutschen Einzelhandelsmarkt haben wird.

Von jimbobb

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